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„Es war, das Wort sei erlaubt, ein geiles Konzerterlebnis.“ Was Christian Schulte auch zwei Wochen nach dem Gig noch begeistert, war aber auch der Hammer. Oder wie es der Sprecher der Musikgruppe „Da Capo Desaster“ in seinen ureigenen Worten umschreibt: „Als mir zwischendurch bewusst wurde, dass wir jetzt 6600 Kilometer von Sporke entfernt, hier 170 Soldaten und Gäste amüsieren, fuhren meine Gefühle schon ein wenig Berg- und Talibahn.“ Am Montagabend hatten die Musiker in die Sporker Schützenhalle geladen, um gemütlich über die Usbekistan-Tour in Wort und Bild zu berichten, denn „wir wurden ja so oft gefragt, wie war es denn überhaupt?“ Alles begann mit einem Telefonat, als Reinhard Kluge fragte: „Wann haben wir das letzte Mal in Usbekistan gespielt?“ Zum Hintergrund: Oberstleutnant Volker Engelmann aus Elspe war als Kommandeur am Stützpunkt der deutschen ISAF-Einsätze in Termez/Usbekistan stationiert. Da dieser Stützpunkt im Februar sein Zehnjähriges feiern wollte, stellte sich die Frage, welche Band soll spielen? Es war der persönliche Wunsch von Volker Engelmann, „Da Capo Desaster“ für dieses Event durch die Bundeswehr einfliegen zu lassen. Was folgte, war der Kampf mit diversen Amtsschimmeln: Zollamtspapiere, Einreisebestätigungen, Reisepässen, ISAF-Aufkleber und bitteschön gefälligst nur eine Tonne Equipment: all dass musste ausgefüllt, gestempelt, besiegelt und realisiert werden. Dann der Freitag, 16. März: ab ging es nach Köln-Wahn, sechs Stunden später die Landung in Usbekistan. Nach lecker Dosenbier und einer kurzen Nacht ein ausgiebiger Soundcheck bei frühlingshaften 23 Grad. Nach einer ewigen Wartezeit dann das Konzert, welches damit endete, dass man mit dem Oberstleutnant „Ich will keine Schokolade“ sang. Am Montag - der Rückreisetag. Christian Schulte erinnert sich: „Beim Abheben des Fliegers standen die Soldaten mit Fackeln und Fahnen am Rollfeld, ich musste mir eine Träne verdrücken.“ Sein Fazit: „Dieser Ausflug wird uns allen unvergessen bleiben.“

Auf dem Bild sind neben der Band DA CAPO DESASTER
Generalmajor Erich Pfeffer als Kommandeur des deutschen Einsatzkontingentes ISAF und
Volker Engelmann Kommandeur des Strategischen Lufttransportstützpunktes Termez in Usbekistan zu sehen. |